Berühmte Atheisten: Papst Franziskus

Beitrag in der Zeitschrift «frei denken.»

Ich bin ja bei der Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS) aktiv. Regelmässig erscheint die Zeitschrift «frei denken. Das Magazin für eine säkulare und humanistische Schweiz». Auf der Webseite der FVS finden sich vergangene Ausgaben des Magazins frei zugänglich im Archiv. Einige Monate, nachdem sie bei unseren Abonnentinnen und Abonnenten angekommen sind, werden sie dort zugänglich gemacht. Einige der Texte verdienen es vielleicht, herausgehoben zu werden und einer Zweitverwertung zugeführt zu werden. Vielleicht verdienen sie mehr Aufmerksamkeit, sollten nicht bloss irgendwo im Altpapier liegen.

Der Papst als Atheist: Eine Auslegung der Begriffe und eine Auslegeordnung der Begriffe

Seit einigen Ausgaben führen wir die Rubrik «Berühmte Atheist_innen». In der Ausgabe 1 des Jahres 2025 habe ich für diese Rubrik einen Text verfasst. (In anderen Ausgaben habe ich die Rubrik ebenfalls betextet.) Dieser Text fällt gegenüber anderen Texten der Rubrik etwas aus der Reihe, weil Päpste gemeinhin nicht als prototypische Atheisten gelten mögen.

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Schreiben und leben

Vermehrt bloggen…

Ich habe soeben entschieden, vermehrt/wieder zu bloggen.

Die Verzettelung in und bei Social Media ist etwas (bzw. vermehrt) mühsam. Zudem sind diverse Plattformen dabei enshittifiziert zu werden. [Siehe Wikipedia-Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Enshittification] Einige Plattformen sind bei dem Prozess schon angekommen, also am unschönen Ende. Eher zu viel Werbung. Algorithmen, die guten Content eher mal nicht hervorheben, teils sogar eher verbergen, penalisieren. Viel Blödfug, der mit KI-Tools erstellt wurde.

Ein Lesezeichen, ein Lebenszeichen

Es soll hier auch wieder Platz finden: Kürzere Textchen, Ideen usw. Vermehrt möchte ich auch Vergangenes besser zugänglich machen, quasi teils als/mit Archiv-Funktion. Projekte, Projektideen usw. Was ich hier notiere, kann ich ja aus meinem Gehirn-Arbeisspeicher in gewissem Sinne verbannen/löschen. Könnte und kann befreiend wirken? Erledigt. Und was hier einigermassen sauber abgelegt ist, bleibt abgelegt und zugänglich. Einiges wird vielleicht auch Keller oder Kühlschrank sein. Gerümpel…? Aber dann kann ich darauf und hierhin verweisen. Beispielsweise als Antwort auf Fragen, die mir immer wieder gestellt werden.

Meine Profile bei den diversen Social-Media-Plattformen bleiben aber freilich weiterhin existent und werden bespielt.

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Umgang mit Leid [Tag der Religionen, Brig]

Zum Tag der Religionen findet in Brig ein Vortrag und eine Podiumsdiskussion statt. Vorgängig wurde in einigen Philosophieklassen mit den Schülerinnen und Schülern das Thema bereits diskutiert und erarbeitet.

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Anbei mein Handout, welches ich ihnen zur Verfügung stellte.

Kritik, Anregungen und Kommentare sind mir wie stets: Willkommen und werden geschätzt.

Handout als PDF-Datei

Als Text:

Umgang mit Leid und Leiden aus Sicht eines Freidenkers
(Valentin Abgottspon, Freidenker-Vereinigung)

Für wen spreche ich?

Mein Weltbild/Sichtweise ist eine naturalistische. Ich sehe mich als Vertreter einer rationalen, wissenschaftsbasierten Weltsicht und Ethik, welche altruistisch ausgerichtet
ist. Ich spreche für Freidenker*innen, Skeptiker*innen, Rationale, Laizist*innen, Atheist*innen, Agnostiker*innen usw. Jedoch wird nicht jede Freidenkerin in jedem Punkt meiner Sichtweise zustimmen oder den aus diesen ethischen Darlegungen
folgenden Verhaltensvorschlägen folgen wollen oder können.

Cf. Bild bei der Kolumne: http://www.news.ch/Aber+wir+sind+doch+allesamt+Freidenker/675924/detail.htm

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Empfindungsfähigkeit/Subjekt

Menschen und andere Tiere verfügen über keine Seele, jedoch über eine Psyche und Empfindungsfähigkeit bzw. Leidensfähigkeit (->engl. «sentience»). Unser Hirn existiert und kann Zustände hervorrufen, welche als Schmerz, Unwohlsein etc. empfunden werden. Wer dieses Leid empfindet ist eine philosophisch interessante Frage (wir sind mit «uns selbst» über die Zeit eigentlich nicht Identisch, weder psychisch noch physisch). -> «transtemporale Identität» Fragen der ->«schwachen/starken Emergenz» Leiden ist einerseits die Abwesenheit von Freude, andererseits die Anwesenheit von Unangenehmem, Schmerzen, Phantomschmerzen, aber auch psychische Leiden und Angst oder Furcht, welche nicht unmittelbar von einem Stimulus aus der Lebenswelt stammen müssen, z.B. Phobien, Zukunftsangst, Depression. Weiterlesen

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Homosexualität, Religion und Kirche… das passt nicht zusammen

Fürs Pink Mail, das Magazin von Pink Cross, dem Schweizer Dachverband der Schwulen, habe ich einen Text mit dem Titel «Anderssexuelle und Religion: Das passt nicht zusammen…» verfasst.

Pink_Mail_04_2015_Religion_VA Cover

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Er ist in deutscher und französischer Sprache im Heft abgedruckt.

Das komplette Heft findet ihr hier zum Download als PDF: PDF zum Herunterladen.

Hier eine Version mit Inhaltsangabe und meinem eigenen Beitrag: PDF zum Herunterladen (Beitrag Valentin Abgottspon).

Aufmerksamen Leserinnen und Lesern wird es aufgefallen sein: Mein Text wurde auf der Seite 42 gesetzt. Passt: Die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Ganz bescheiden.

Zur Frage um Homo- und Anderssexualität, LGBTIQ usw., aber auch zu Kirchen-, Religions- und Ideologiekritik allgemein und zu unser Huonder-Plakataktion kann ich auch den Ketzter-Podcast Spezial vom August 2015 empfehlen [dauert etwa 1h35]:


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Sterben und Tod, Religionen und Atheismus, Freidenker und Rituale

Ich durfte für eine Broschüre, welche in Zusammenarbeit der Hochschule für Gesundheit Wallis und Andenmatten&Lambrigger Bestattungsdienste entstanden ist, Auskunft geben.

Zeitschrift Titel Horizonte 03 2016

Hier eine PDF-Datei mit dem Beitrag über Atheismus/Freidenker/Freidenkerinnen: Horizonte 03/2016.

Ritual-Angebot der Freidenker-Vereinigung der Schweiz: http://www.frei-denken.ch/de/dienstleistungen/rituale/
Webseite der Sektion Wallis der FVS: http://www.frei-denken.ch/de/sektionen/wallis/

In der Broschüre hat es neben der Doppelseite zu unserer Weltanschauung bzw. zu Ritualen für Menschen mit unserer Weltanschauung jeweils eine Doppelseite drin über:

    Römisch-katholische Kirche
    Serbisch-orthodoxe Kirche
    Evangelisch-reformiert
    Islam
    Judentum
    Buddhismus

Kritik, Ergänzungen, Meinungen usw. sind in den Kommentaren oder per Mail natürlich sehr willkommen.

Text: Atheismus

Glauben ist leichter als Denken

Ein Atheist ist jemand, der nicht an die Existenz eines oder mehrerer Götter glaubt. Der Grossteil der Atheisten sind Freidenker, Naturalisten und Humanisten, welche die Meinung vertreten, dass die Angst vor göttlichen Autoritäten unbegründet ist. Wesentlich dabei ist, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. Wir haben ein einziges Leben und aus diesem müssen wir das Beste machen. Nach dem Tod lebt der Verstorbene in den Erinnerungen seiner Nächsten weiter.

Atheismus im Oberwallis

Atheismus kommt aus dem Altgriechischen und heisst übersetzt «ohne Gott». Die Zahl der Atheisten nimmt auch im Oberwallis zu. Religiöse Rituale wie Taufe, kirchliche Eheschliessung und Begräbnis verlieren an Bedeutung. Eine Neuorientierung der Gesellschaft in einem religiös geprägten Umfeld ist unumgänglich.

Leben nach dem Tod?
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Kriegserklärung an Gott

Neulich lag dieser Brief im Briefkasten. Sie meint es wahrscheinlich gut.

Meine Gedanken zu einigen christlichen Liebesbezeugungen: Anonymer Brief voller christlicher Nächstenliebe

Brief zum Neuen Jahr

Brief zum Neuen Jahr

Ungefähre Transkription. Daneben war auch noch ein Sinnsprüchlein von Mutter Teresa zu Weihnachten abgedruckt. Der Brief erreichte mich unter Angabe der Absenderin.

Grüss Gott Valentin Abgottspon,

Sie haben Ihre Kriegserklärung an Gott nicht aufgegeben. Da Sie so unheilbar gottfeindlich sind, werden Sie bei Ihrem Ableben den selbstgewählten Richterspruch akzeptieren müssen. Schade, dass Sie so verbohrt sind. [Unleserlich] hat [unleserlich] der Teufel Freude dran. Wollen sie wirklich in sein Reich folgen?
Ich hoffe mit vielen anderen, dass Gott Ihnen ein eindrückliches Erlebnis beschert, das Sie zur Umkehr bringen wird. Der Segen Gottes möge Ihnen dazu verhelfen.

Mit freundlichem Gruss

R. N.

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Ist es vernünftig, an Gott zu glauben?

Die Frage des Melchior-Magazins wurde von mir (einem Freidenker), einer Philosophin (ich selber bin übrigens auch Philosoph) und einem Theologen beantwortet. Melchior ist ein (religiöses) Magazin, das in einer Auflage von 28’000 Exemplaren in Österreich, Deutschland und der Schweiz erscheint.

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Hier meine Antwort:

Ja, es ist unvernünftig, an Gott zu glauben.

Die Frage aber pauschal und undifferenziert mit Ja oder Nein zu beantworten, ist freilich etwas unbefriedigend. An welchen Gott sollte denn geglaubt werden? An Jahwe, an das Fliegende Spaghettimonster, an Allah, Zeus oder Cthulhu, eine Göttin gar? An einen fast nicht kritisierbaren, unfassbaren Urgrund? An ein erstes Anstosser- Prinzip, einen unbewegten Erstbeweger? Es war Dietrich Bonhoeffer, der pointiert formulierte, dass es einen Gott, den es gäbe, nicht geben könne. Entweder wird der Gott also angreifbar und konkret oder er bleibt nebulös und eine Diskussion über seine Eigenschaften wird sinnfrei. Poesie und Mutmassung sozusagen. Falls es jedoch um einen recht konkreten, personalen Gott gehen soll, der das nahezu unermessliche Universum geschaffen hat, der dann aber angeblich ein Interesse daran haben soll, ob Jugendliche masturbieren oder dass (Katholikinnen und) Katholiken, welche in Scheidung und in einer neuen Partnerschaft leben, zur Kommunion gehen… , dann finde ich es sehr unvernünftig, an einen solchen Gott (pointiert gesehen – ein Gott à la Katholizismus und gemäss anderen Monotheismen) zu glauben.

Und was ist denn unser Begriff von Vernunft? Es kann durchaus in gewissem Sinne vernünftig sein, dass eine Person in bestimmten Momenten Geborgenheit in einem Gottglauben spürt oder spüren will. Dass eine solche, von mir so gesehene, Illusion einigen Leuten hilft, bezeugt aber nicht, dass ein Gott existiert. Ich persönlich möchte mein Leben so führen, dass ich meine Lebensgrundlagen nicht auf Unbeweisbares baue. Das scheint mir tatsächlich möglichst vernünftig.

Ein sinnvolles, gutes, erfülltes und erfüllendes Leben ohne Gott und die Vorschriften jener, die sich als Gottes Stellvertreter und Sprachrohre auf Erden ausgeben, ist möglich. Es wird von einer rasch wachsenden Zahl von Menschen praktiziert. Viele davon halten es für unvernünftig, an Gott zu glauben. Sie sind deshalb aber nicht ohne Mitgefühl. Das Gegenteil von ‚rational‘ ist nämlich nicht ‚emotional‘, sondern ‚irrational‘.

MelchiorVA

Hier inklusive Fragestellung und der Philosophen- und Theologen-Antwort. Auch bei Scribd.

Das komplette Heft kann man hier lesen.

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Article in International Humanist News and Slides Talk Oxford

Here is the Article I wrote for International Humanist News for IHEU

Article Valentin Abgottspon March 2014 IHN by Valentin Abgottspon

Link to PDF.

Slides are here: http://www.scribd.com/doc/236313876/ValAbg-OxfordWHC2014-PDF

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The cuteness!

Ich, so. Manchmal. Club Mate hilft.

Vorsicht! Cuteness overload. Extrem herzig.

Animierte gif-Datei. Muss in einem geeigneten Browser angezeigt werden.

Bunny müde

Bunny müde

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Breaking News! Vatileaks-Bericht nun bestätigt: Franz-Peter Tebartz-van Elst wird Nachfolger von Bischof Brunner in der Diözese Sitten

[UPDATE UM 20.45 UHR: Der designierte Bischof von Sitten, Tebartz-van Elst hat sich bereits mit Christian Constantin getroffen, um den Neubau der Kathedrale Unserer Lieben Frau zu besprechen. Dies berichtet der Nouvelliste onine.]

Gestern ging eine Meldung um, dass Vatileaks ein Dokument zugespielt wurde, aus welchem hervorgeht, dass der im Bistum Limburg untragbar gewordene Tebartz-van Elst die Nachfolge Norbert Brunners antrete. Diversen IT-News-Seiten vermeldeten dies (www.heise.de und www.golem.de). Erst heute aber wurden die bis dahin unbestätigten Gerüchte von offizieller Seite bestätigt.

TVE neben einem Schweizer Gardisten, der vielleicht sogar ein Walliser ist. Ein gutes Omen.

TVE neben einem Schweizer Gardisten, der vielleicht sogar ein Walliser ist. Ein gutes Omen.


Die Neue Zürcher Zeitung vermeldet, dass Bischof Brunner für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war.

Auch der Spiegel.de vermeldet die Neuigkeiten und hat von einem Sprecher des vormaligen Bischofs von Limburg erfahren: «Er [Tebartz-van Elst] freut sich auf die neue Herausforderung. Er hält es nicht für rechtens, mit einer Pension von mehreren Tausend Euro, für welche alle Steuerzahler aufkommen müssen, ohne Aufgabe zu verbleiben. Daher hat ihn die Anfrage und der Auftrag von Papst Franziskus sehr gefreut. Er wird in gewohnter Manier und in gleichem Masse auf Forderungen nach Transparenz in Sachen Kirchenfinanzierung und Öffnung zum Zeitgemässen hin reagieren wie sein Vorgänger Brunner.»

Das Lokalradio Radio Rottu Oberwallis hat auch mich zu meiner Meinung befragt. Hier transkribiert ein Teil meiner Stellungnahme in der «aktuellen Stunde» bei www.rro.ch:

rro: Nun ist es also Tebartz-van Elst, der ins Wallis kommt. Was sagen Sie als Freidenker dazu?
Valentin Abgottspon: Ich begrüsse es sehr, dass TVE auf dem Bischofsstuhl in Sitten Platz nimmt. Es stand ja zu befürchten, dass die Kirchenaustrittswelle, welche Norbert Brunner bewirkte, abflachen würde. Ich erinnere an die Aufregung um Töffsegnung, Altersheime, Solardächer, pensionierte Priester und musikalische Firmlinge. Nun bin ich voller Hoffnung, dass wir mit dem Turbo-Kirchenaustrittskatalysator Tebartz-van Elst einen würdigen, ähnlich volksnahen und sympathischen Nachfolger haben und sich der Trend zur leeren Kirchenbank fortsetzt.

Morgen sicherlich mehr dazu in den Printausgaben der Lokalblätter.

Wer mag, kann die beiden Kolumnen zu Bischof Brunner nachlesen, welche ich für www.news.ch verfasst habe:

Ehren-Freidenker Bischof Norbert Brunner von Sitten tritt zurück

Ein Bischof im Wallis: Wie Gott in Frankreich

Hier ein Ausschnitt über Kirchensteuern:

Aus: Bischof Norbert Brunner im Jahresrückblick [Dort ausführlicher Kommentar.]

Ein weiterer hoffentlich lesenswerter Text zu Bischof Brunner in diesem Blog: “Ungläubige sollen leben, als ob es Gott gäbe”: Der Bischof spricht und der Staatsrat hört brav zu

Dem Padre Benedetto hat es leider nicht zur Wahl gereicht. Hier sein Bewerbungsvideo: Der richtige Mann fürs Wallis. Und hier ein anderes seiner Wallis-Videos: In der Geheimzentrale von Padre Benedetto.

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