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Miszellen Allerlei Wissenswertes und anderes aus den Bereichen Germanistik, Literatur, Philosophie, Technik, Kunst… von Valentin Abgottspon, Staldenried, Schweiz

18Aug/120

Der Kieselstein des Varone / Pierre De Varone

Walliser Kultur und Sprache für Dummies

Langue et culture valaisanne pour des nuls

Auch also PDF-Datei.

Et aussi en français:

Lien au PDF.

Hintergründe auf deutsch: Tagesschau

En français: 20 minutes

Im Kruzifix-Streit lässt sich das Kantonsgericht Wallis immer noch Zeit: InfoSperber-Artikel Kanton Wallis auf dem Holzweg

Eine meiner www.news.ch/freidenker-Kolumnen speziell zum Thema Wallis: Der Kanton Wallis als Entwicklungsland

Tipp-Ex: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ig-sorgfalt-und-minister-claude-roch-tipp-ex-11070986.html

Magritte:

veröffentlicht unter: Freidenker, Schwachfug keine Kommentare
29Jul/122

Freidenker auf katholischer Wallfahrt nach Medjugorje

Am heutigen Sonntag, dem 29. Juli 2012 fahre ich Richtung Medjugorje ab, und zwar ans Jugendfestival Medjugorje, an dem sich über 50 000 junge Menschen zu einem Festival treffen, das «dein Leben verändern kann».

Wie kommt ein überzeugter Freidenker nun dazu, an einen der berühmtesten katholischen* Wallfahrtsorte zu pilgern? Ich wurde dazu eingeladen und gehe dort mal zum Reinschnuppern hin.

*Die offizielle katholische Kirche ziert sich noch ein bisschen, die Wunder in Medjugorje anzuerkennen. Das tut dem Besucherstrom aber keinen Abbruch, und vor allem innerhalb der charismatischen Bewegung steht «Medju» ganz hoch im Kurs.

Am 11. Dezember 2011 war die Erstausstrahlung der Reportage «Mission Maria – Eine Wallfahrt nach Medjugorje». Man kann sie sich hier ansehen. Ich hatte darauf auf meiner Facebook-Pinnwand hingewiesen und auch kommentiert. Zudem äusserte ich (mehr zum Spass), dass ich da gerne mal hingehen würde, sofern ich einen Sponsor dafür finden würde (denn Geld will ich dafür natürlich keines/nicht allzu viel ausgeben).

Es kamen dann auch rasch 7 Euro zusammen, welche für die Wallfahrt ausgelobt wurden. Wenig später erreichte mich dann das Angebot eines jungen Katholiken, mich nach Medjugorje einzuladen. Ich hatte Martin I. anlässlich des katholischen Jugendtreffens in Brig 2011 kennengelernt. Übrigens: Im Vorfeld dieses katholischen Jugendtreffens wurde von klerikaler Seite her zugesichert, dass «kein einziger Rappen Steuergeld aus dem Wallis» in den religiösen Anlass fliessen würde. Wie man dann in der Roten Anneliese vom April 2011 nachlesen konnte, waren es dann doch mindestens 13200.- Franken. (Kommentar hierzu bei: http://www.valabg.ch/misc/?p=183 weitere Infos: http://www.valabg.ch/misc/?p=481)
Artikel auf Seite 9 des PDFs: «Ihr Kinderlein kommet».

Im Gegenzug hatte ich Martin I. dann eingeladen, an die Europäische Atheisten-Konferenz in Köln zu kommen, leider konnte er an besagtem Wochenende nicht an der Konferenz teilnehmen.

Philipp Möller hat sich ja übrigens auch schon mal in die Höhle des Löwen gewagt, das wurde dann vom Fernsehen begleitet:

Richard Dawkins war für seine Dokumentation «The Root of All Evil?» auch kurz in Lourdes und hat dort ein paar Fragen gestellt: Komplettes Video bei Google.

Ich bin also jetzt unterwegs nach Bosnien-Herzegowina, und bin gespannt auf Diskussionen, Begegnungen und Erlebnisse. Ich gehe nicht dorthin, um zu stänkern oder übermässig kritisch zu sein, ich habe mit meinem Sponsor auch schon besprochen, dass ich wohl nicht an allen Anlässen der Reisegruppe (Gottesdiensten et al.) teilnehmen werde. Wir werden sehen, und ich werde wohl auch gelegentlich darüber twittern. Twitteraccount: @valabg

In den Reisehinweisen hiess es, man solle auch einen Rosenkranz mitnehmen. Dieser Anweisung freilich bin ich nicht gefolgt, habe mir stattdessen ausreichend Lektüre mitgenommen.

Z.B. das Spaghettimonsterevangelium und Thomas Glavinics Unterwegs im Namen des Herrn.

Vielleicht wird es ja doch etwas mit meiner Bekehrung, und ich werde geläutert aus Medju zurükkommen und in den Schoss der katholischen Kirche zurückkehren. Mal sehen. Dann hätten sich die Hoffnungen meines Dorfpfarrers anlässlich des Kirchenaustrittsbestätigungsschreibens doch noch erfüllt:

Es ist unsere Hoffnung und unser Gebet, dass dieser Moment der Verwirrung nicht von Dauer ist.

Dann könnte ich endlich das Buch «Vom Turbo-Atheisten zum Botschafter der Wahrheit und Liebe Gottes» publizieren. Ein finanzieller und publizistischer Erfolg wäre wohl garantiert.

19Feb/120

Fritz Nietzsches Beobachtungen zur Prokrastination

«Jenes verborgene und herrische Etwas, für das wir lange keinen Namen haben, bis es sich endlich als unsre Aufgabe erweist, – dieser Tyrann in uns nimmt eine schreckliche Wiedervergeltung für jeden Versuch, den wir machen, ihm auszuweichen oder zu entschlüpfen, für jede vorzeitige Bescheidung, für jede Gleichsetzung mit solchen, zu denen wir nicht gehören, für jede noch so achtbare Tätigkeit, falls sie uns von unsrer Hauptsache ablenkt, ja für jede Tugend selbst, welche uns gegen die Härte der eigensten Verantwortlichkeit schützen möchte. Krankheit ist jedesmal die Antwort, wenn wir an unsrem Rechte auf unsre Aufgabe zweifeln wollen, – wenn wir anfangen, es uns irgendworin leichter zu machen. Sonderbar und furchtbar zugleich! Unsre Erleichterungen  sind es, die wir am härtesten büßen müssen! Und wollen wir hinterdrein zur Gesundheit zurück, so bleibt uns keine Wahl: wir müssen uns schwerer belasten, als wir je vorher belastet waren...»

–  Friedrich Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister. Zweiter Band. Vorrede, 4

Aus der Hanser-Schlechta-Ausgabe zitiert: Friedrich Nietzsche: Werke in sechs Bänden. Zweiter Band. Hg. v. Karl Schlechta. München/Wien: Hanser 1980. S. 740f. [identisch mit der 5. Auflage 1966]

Freilich äussert sich hier Nietzsche nicht ausschliesslich – eigentlich ja nicht einmal vorwiegend – zum Thema Prokrastination, sondern es geht im vielmehr um den allgemeinen Platz, den wir in unserem Leben einnehmen wollen, den Platz, den unser Leben und Schaffen in der Gesell- und Gemeinschaft einzunehmen hat. Aber Prokrastination ist halt ein so schönes Modewort!

PDF-Datei

veröffentlicht unter: Literatur, Philosophie keine Kommentare
31Jan/120

Duden-Eintrag: Wortgewandtheid

Hier also ein weiterer Auszug aus dem Duden, der 2017 erscheinen wird. Ausschnitt aus der linken Spalte, S. 1189.

Wortgewandtheid

veröffentlicht unter: Freidenker, Schwachfug weiterlesen
29Jan/120

Nicole Dills Buch «Leben!» als Taschenbuch erschienen

Nicole Dills Buch «Leben! – Wie ich ermordet wurde» ist unlängst als Taschenbuch
und als e-Book erschienen. Freilich, es ist auch die CHF 39.90 Wert, die man für die gebundene Ausgabe hinblättern muss, vielleicht ist die günstigere Taschenbuchausgabe aber für einige Anlass genug, das Buch jetzt erst recht zu kaufen und zu lesen. Ich wünsche dem Buch jedenfalls möglichst viele Leserinnen und Leser.

Anlässlich der Preisverleihung des Prix Courage des Schweizer Magazins Beobachter durfte ich Nicole Dill auch kurz persönlich kennenlernen (ich hatte das Buch bereits vor dem Galaabend gelesen). Eine sehr freundliche Person. Sie war so nett und hat eine Widmung in mein Exemplar geschrieben:

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9. September 2011
Für Valentin
Das Leben ist
lesenswert!
Herzlich, Nicole Dill

Ich gratuliere Dir zur Nomination zum
Prix Courage 2011

Im Zusammenhang mit dem Erscheinen der Taschenbuchausgabe gab es auch einige Berichte in den Medien:

Bei mona lisa (ZDF, 28.1.2012): http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,8465644,00.html oder in der Zeitschrift Emma.
Facebook-Seite zum Buch: http://www.facebook.com/nicole.dill.leben

Website Sprungtuch, als Anlaufstelle für Gewaltopfer.

Chapeau vor dieser mutigen Frau. Es braucht Courage, diese Erlebnisse in einem Buch zu verarbeiten.

26Dez/112

Nützliches Venn-Diagramm für Diskussionen mit Religiösen

Im Zuge vieler Diskussionen mit lernresistenten, faktenallergischen Religiösen (Kreationisten und anderen Esoterikern) ist mir folgendes Venn-Diagramm eingefallen.

Ich habe unlängst das das Büchlein Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt durchgeblättert, welches sich vorzüglich als Geschenk eignet, daher wahrscheinlich auch die Idee zum Diagramm.

veröffentlicht unter: Allgemein 2 Kommentare
11Aug/110

Speech at CILALP Meeting in Oslo / IHEU General Assembly and Congress

I was a guest speaker at the founding convention of the International Association of the Free Thought in Oslo. And now I'm at the General Assembly and Congress of IHEU. Already met loads of interesting people, and I hope that will continue...

I gave a talk about my case, that I – as a teacher at a state school in Switzerland - was fired for not putting up a crucifix in my class room, fighting for secularism, a skeptic, scientific approach to life and education etc. Switzerland should be secular, the district I live in isn't really.

Vote for the Prix Courage, a very prestigious Swiss prize for outstanding actions: http://www.beobachter.ch/?id=727 (choose Valentin Abgottspon, "Ich will an der Verlosung teilnehmen.*" choose "Nein", that means you don't want to win a week-end in a Swiss hotel, that way you won't have to write down your name, then "Senden")
Call for donations (lawsuit): http://www.frei-denken.ch/de/2011/06/prozessunterstutzung-fur-valentin-abgottspon/ (german)

I made it to the cover of «Beobachter» magazine. 309 000 copies in a tiny country like Switzerland (7 Mio. inhabitants), that's not too bad.

I think it would really annoy the s**t out of the Christian conservative politicians who did this to me and send a strong political sign, if I was to win the Prix Courage...

TitelbilderBeobachter

TitelbilderBeobachter August

Votez pour le Prix Courage: http://www.beobachter.ch/?id=727 (choisir Valentin Abgottspon, "Ich will an der Verlosung teilnehmen.*" choisir "Nein", ça veut dire vous ne voulez pas gagner un week-end dans un hôtel, comme ça, il ne faut pas mettre l'adresse, après "Senden", ça veut dire "envoyer")

veröffentlicht unter: Freidenker weiterlesen
11Aug/110

Jubiläumspost: Vor einem Jahr…

Dieser Post erschien erstmals am 23. August 2010 auf der Webseite der Walliser Sektion der FVS unter dem Titel «Kanton Wallis: Verhältnis Kirche/Religion und öffentliche Schule(n)». Das Gespräch fand am 11. August 2010 in Sitten statt. Zum doppelten Jahrestag – 1 Jahr DfU-Gespräch und 178. Geburtstag Ingersolls – stelle ich die Gesprächsnotiz zum Treffen mit den Vertretern der Dienststelle für Unterrichtswesen hier auch auf meinem privaten Blog noch einmal ein.
Ich blicke natürlich mit einiger Nostalgie zurück auf jene Zeiten, als ich noch unbekümmert-naiv und in einer Parenthese – also sozusagen beiläufig – zu formulieren wagte:

(Denn auch im Wallis gilt die Bundesverfassung.)

Kommentare, Gedanken und Anregungen herzlich willkommen!

5Aug/113

Valentin Abgottspon ist Kandidat für den Prix Courage des Beobachters

Es freut mich ausserordentlich, dass ich einer von sieben Kandidaten für den Prix Courage des Beobachters bin. Es ist eine ausserordentliche Ehre, dass ich die Nominierung erhalten habe. Wer Weiteres über die Geschichte dieses prestigeträchtigen Preises erfahren will, kann sich ja beim Wikipedia-Artikel schlau machen. Alleine schon die Tatsache, dass ich Kandidat bin, bedeutet mir sehr viel. Und hoffentlich bedeutet es auch für die Behörden in Stalden und Sitten etwas.

«Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache.» – Theodor Fontane: Der Stechlin.

Ich hoffe, dass ich über beide Eigenschaften in ausreichendem Masse verfüge und auch weiterhin verfügen werde. Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Freunden und Bekannten, welche mir in dieser turbulenten und manchmal dunklen Zeit zur Seite gestanden sind und auch weiterhin zu mir stehen werden.

Wer den Fall noch nicht allzu sehr kennt, sei hingewiesen auf Links mit weiterführenden Informationen:
Eine Zusammenfassung der Geschehnisse inkl. Spendenaufruf wegen der Prozesskosten: Auf meiner eigenen Homepage (ausführlich) und auf der Homepage der Freidenker-Vereinigung der Schweiz (kürzer gefasst).
Es existiert auch ein ausführliches und trotzdem auch für den juristischen Laien gut lesbares Rechtsgutachten zum Fall: Homepage der Walliser Sektion der Freidenker.
Wer etwas wirklich Haarsträubendes lesen will, lese z.B. den Artikel zu meiner «Ausladung Diplomfeier» oder einen der vielen Artikel zu Schmähzuschriften/Aufforderungen zum Suizid.
Zum aktuellen Stand: Der Staatsrat lässt sich viiiel Zeit, schiebt den Entscheid wohl ein bisschen vor sich her: Rechtsverweigerungsbeschwerde abgelehnt.

In der Ausgabe des Beobachters vom 5. August 2011 sind die sieben verschiedenen Kandidaten (Einzelpersonen oder Gruppen) vorgestellt. Diese Ausgabe des Beobachters erscheint mit sieben verschiedenen Titelbildern mit Portraits der verschiedenen Kandidaten oder Kandidatengruppen vorne drauf.

Das sieht dann in etwa so aus:

TitelbilderBeobachter

Titelbilder Beobachter 5. August 2011 Prix Courage

Einige Texte zum Prix Courage sind auch frei online abrufbar. Beim folgenden Link findet man Allgemeines zum Prix Courage: Dossier Prix Courage.

Zudem findet sich auch eine Übersicht der 7 Kandidaten: Übersicht.

Ich selber bin Kandidat Nummer 6. Beim angegebenen Link findet sich auch ein etwa zweiminütiger Film: Kandidatur Valentin Abgottspon

Hier ein Auszug aus dem Text:

Prix Courage 2011 Kandidatur 6
Valentin Abgottspon
[…]
Valentin Abgottspon steht ein für eine strikte Trennung von Kirche und Staat.
Valentin Abgottspon ist ein Mann ohne religiösen Glauben, aber mit Idealen. Ein Menschenrechtsfanatiker, wie er selbst sagt. Und einer, der sich vehement für die Laizität, die Trennung von Kirche und Staat, einsetzt. Dass er an der Schule in Stalden im Vispertal, wo er einst selbst die Schulbank drückte, unter dem Kreuz Jesu unterrichten soll, kommt für den 31-jährigen Lehrer nicht in Frage. Also versorgt er das Kreuz im Schrank. Und wieso sollte er die Schüler auf die «Aufgaben als Mensch und Christ» vorbereiten, wie es das Walliser Unterrichtsgesetz will? Das widerspreche den Grundrechten. «In der Bundesverfassung steht: ‹Niemand darf gezwungen werden, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen›», sagt Abgottspon. […]

Beim angegebenen Link (oder direkt hier) kann jede und jeder seine Stimme für den Publikumspreis abgeben. Die Personalien müssen nur angegeben werden, wenn man an der Verlosung (zwei Nächte im Hotel Castell in Zuoz) teilnehmen will. Teilnahmeschluss ist der 6. September. Die Preisverleihung findet am 9. September im Studio 1 des Schweizer Fernsehens statt. Ich vorfreue mich schon. Dann werde ich freilich einen Teil des Denkfests verpassen, aber was will man...

Man kann auch auf andere Weise seine Stimme abgeben (hier mit der Kandidatur 6 – meiner – als Beispiel):

  • Per Telefon: 0901 595 586 anrufen (kostet 70 Rappen pro Anruf ab Festnetz)
  • Per Postkarte: Eine Postkarte an folgende Adresse senden:
    Beobachter
    Prix Courage
    Valentin Abgottspon
    Postfach
    8074 Zürich
    Falls der Name des Favoriten nicht in der Adresse erwähnt wird, am besten links im Postkartentext etwas wie «Kandidat Nr. 6 – Valentin Abgottspon» hineinschreiben.
  • Als Postkartensujet eignen sich eventuell die von Hans Peter Brugger entworfenen Karten zur Bus- und Plakatkampagne: www.wahrscheinlichgibteskeinengott.ch. Hier zwei Beispiele:

    26Jul/112

    blogspot.com-Problem erzwingt Artikel zur Nudelsieb-Piratenoutfit-Kontroverse

    Eigentlich wollte ich dem Bruder Spaghettus ja nur «kurz» danken, dass er im Artikel Hilfe für Valentin Abgottspon auf der Internetseite der Sektion Uckermark der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland auf meinen Fall und den Spendenaufruf aufmerksam machte.

    Dann erhielt ich allerdings eine Fehlermeldung, dass ICH mich kürzer als 4096 Zeichen zu fassen hätte. Und derlei Zensur- und Gedankeneinschränkungsgebaren stösst bei mir – doch lieber ausschweifend und ausführlich Formulierendem – natürlich auf scharfe Ablehnung.

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    Also mache ich halt einfach einen (einigermassen ausführlichen) Blogartikel aus meinem Kommentar/Dank/Hinweis.

    Wer mit Diskordianismus oder FSM nicht bekannt ist, soll das bitte ergoogeln oder den Links folgen. Niko Alm sollte eigentlich mittlerweile auch durch die Mainstream-Medien allgemeine Bekanntheit erlangt haben. Bruder Spaghettus und Schwester Linguine versuchen in Deutschland, was in Österreich bereits geklappt hat.

    Hier seien doch ganz kurz die 8 Gebote des Fliegenden Spaghettimonsters zitiert (wie unten erwähnt, ich selber gehöre nicht zur FSM-Kirche):

    Die 8 Bitten des FSM

    1. Es wäre mir irgendwie lieber, wenn du es sein ließest, dich wie ein oberheiliger Heuchler aufzuspielen, wenn du meine nudlige Güte beschreibst. Wenn irgendwelche Leute nicht an mich glauben, ist das echt okay. Ich bin nicht so eitel. Außerdem: Es geht nicht um diese, also weich nicht vom Thema ab.

    2. Es wäre mir irgendwie lieber, wenn du es sein ließest, meine Existenz als Mittel zu benutzen, zu unterdrücken, jemanden zu deckeln, zu bestrafen, fertigzumachen und/oder du weißt schon. Ich verlange keine und benötige keine Opfer. Und Reinheit ist was für Trinkwasser, nicht für Menschen.

    3.Es wäre mir irgendwie lieber, du ließest es sein, Leute wegen ihres Aussehens zu beurteilen oder was für Klamotten sie anziehen, oder wie sie reden, oder wie auch immer - sei einfach nett, okay? Oh, und kriegt das mal in eure Dickschädel: Frau = Person. Mann = Person. Klar? Klar. Eine ist nicht besser als der andere, solange wir nicht über Mode reden. Tut mir leid, aber ich hab das den Frauen überlassen und einigen Kerlen, die den Unterschied zwischen dunkeltürkis und scharlachrot kennen.

    4. Es wäre mir irgendwie lieber, du würdest es sein lassen, dich in Sachen zu verstricken, die dich selbst bloßstellen oder du tust sie mit deinem einwilligenden, verantwortlichen Partner legalen Alters und entsprechender geistiger Reife. Für jeden, der jetzt Einspruch erheben sollte, denke ich, ist der passende Ausdruck: Hau ab und fick dich selbst, es sei denn, die Person fände das anstößig. In dem Fall können sie den Fernseher mal ausschalten und spazierengehen.

    5. Es wäre mir irgendwie lieber, du würdest dich nicht mit den scheinheiligen, frauenfeindlichen, hasserfüllten Ideen anderer konfrontieren, jedenfalls nicht auf leerem Magen. Iss, trink, dann schnapp dir den Bastard !

    6. Es wäre mir irgendwie lieber, du würdest es sein lassen, mir Multimillionendollar-Kirchen, Moscheen, Tempel, Schreine für meine Nudlige Güte zu bauen, wenn das Geld besser verwendet werden könnte, um (such dir was aus):
    1. Armut zu beenden
    2. Krankheiten zu heilen.
    3. In Frieden zu leben, mit Leidenschaft zu lieben und die Kosten von Kabelfernsehen zu senken.
    Mag ja sein, dass ich ein komplexes, allwissendes Kohlenwasserstoffwesen bin, aber ich mag die einfachen Dinge im Leben. Ich muss es wissen, ich bin der Schöpfer.

    7. Es wäre mir irgendwie lieber, du würdest nicht rumgehen und Leuten erzählen, ich würde zu dir sprechen. Du bist nicht SO interessant. Nimm dich mal zurück. Und ich sagte dir bereits, dass du deinen Mitmenschen lieben sollst, kannst du keinen Hinweis erkennen?

    8. Es wäre mir irgendwie lieber, du ließest es sein, andere so zu behandeln, wie du nicht selbst gern behandelt werden möchtest, es sei denn, du bist mit Sachen zugange, in denen, ähm, eine Menge Leder, Gleitcreme und Las Vegas eine Rolle spielen. Sollte die andere Person auch darauf abfahren, dann macht es, siehe auch Punkt 4, macht Fotos und bei der Liebe Mikes, benutzt KONDOME! Hätte ich nicht gewollt, dass es sich gut anfühlt, dann hätte ich Stacheln oder so drangebastelt.
    _________________
    Bobby Henderson

    Und ein Fernsehauftritt beim hr von Bruder Spaghettus (nein, das ist KEIN sächselnder Santa Claus!):

    Hier also, was eigentlich ein Kommentar hätte werden sollen:

    Sehr verehrter Bruder Spaghettus!

    Herzlichen Dank für die freundlichen Worte und den Aufruf, den Spendenaufruf aufzurufen.

    Die Haupt-URL hierzu lautet jedoch: http://www.frei-denken.ch/de/2011/06/prozessunterstutzung-fur-valentin-abgottspon/ (Webseite der Freidenker-Vereinigung der Schweiz), was du verlinkt hast, war auf meiner privaten Homepage, ist jedoch auch okay.

    Für mich als altgedienten Diskordianer seid ihr FSMler freilich lediglich Herätiker und Holzwegspazierer. Ich finde eure Existenz dennoch insgesamt benefiziär für die säkulare Bewegung... Und wenn der eine oder die andere aus der Amtskirche über einen Zwischenstopp bei den Ketzern der FSM-Glaubensgemeinschaft dann endlich bei Eris landet, dann ist ALLEN gedient. :)