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Miszellen Allerlei Wissenswertes und anderes aus den Bereichen Germanistik, Literatur, Philosophie, Technik, Kunst… von Valentin Abgottspon, Staldenried, Schweiz

29Apr/110

Komparative Lexikologie: «Studentenfutter» im Duden und bei Bornemann

Studentenfutter, das: Mischung aus Nüssen, Mandeln u. Rosinen zum Knabbern.

- Duden. Deutsches Universalwörterbuch. 6. Aufl. 2006

Studentenfutter: Studentinnen.

- Ernest Bornemann: Sex im Volksmund. Die sexuelle Umgangssprache des
deutschen Volkes, Reinbek b. H. 1971

Das Buch von Bornemann ist übrigens ein Schatz an hübschen Injurien, stilvollen und niveaulosen Trouvaillen. Es lohnt ein Durchblättern.

veröffentlicht unter: Linguistik, Schwachfug keine Kommentare
25Apr/113

Das Verhältnis der Walliser und Üsserschwizer, illustriert anhand eines Witzes

Es wird ja immer wieder behauptet (und es zeigt sich zuweilen auch IRL), dass die Walliser ein doch etwas spezielles Verhältnis zur Restschweiz und zu den Restschweizern haben. Ich stelle hier einen Aspekt dieses Verhältnisses anhand einenes Witzes dar.

In einem Viererabteil eines Zugs sitzen links eine Nonne und eine junge, sehr attraktive Frau, rechts sitzen ein Zürcher und ein Walliser. Im Zug gibt es technische Schwierigkeiten und die Beleuchtung funktioniert nicht.

Der Zug fährt in einen Tunnel ein, es wird stockdunkel. Plötzlich hört man es laut klatschen und ein "Au!" wird ausgestossen.

19Jan/112

Duden-Eintrag Rektalderivat

Auszug aus der 2017 erscheinenden/erschienenen 27. Auflage des Rechtschreibedudens.

Seite 858, mittlere Spalte, unten. Ausschnitt freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Doctor Who.

Bill Maher hatte 2010 in Real Time von 'rectally derived facts' gesprochen, ab 2011 fand der Begriff auch in die deutsche Sprache Eingang und verfestigte sich ab Mitte des Jahres als Synonym für Unsinn oder Humbug im Allgemeinen und für den Mumpitz und Schmonzes aus der Theologie und Esoterik-Branche im Besonderen.
Eng verwandt mit 'linguistischem Dünnpfiff' und Logorrhoe.

veröffentlicht unter: Aphorismus, Linguistik, Philosophie weiterlesen
2Jan/112

Dialektologie und Kreationismus

[...] Und am sechsten Tag verteilte der HErr die Dialekte in der Schweiz.

Er verteilte den Zürchern ihren Dialekt, und er war nicht zufrieden. "Ein hässliches Quaken, das geht doch besser!"

Er gab den Baslern ihr Idiom, und dachte: "Das kann's ja wohl noch nicht gewesen sein!"

Er verlieh den Bernern ihren Dialekt und sah, dass es gut war.

Da rief der Heilige Geist, dass Gott mal schnell herkommen solle, denn er wolle ihm ein lustiges Video auf YouTube zeigen.

Da fiel dem HErrn auf, dass er die Walliser noch keinen Dialekt gelehrt hatte. Da sagte er: "Äba, ich has gratt pressant, iär redät jetz halt einfach äso wiä ich!" [...]

So kam es, dass der Walliser Dialekt der schönste unter den Dialekten der Erde war und es entstand viel Zwist und Neid unter den geringeren Völkern der Erde.

Eine apokryphe Schrift aus dem Abgottspon'schen Fundus.

[Der Gag stammt eigentlich aus einem Kabarettprogramm, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt. Wahrscheinlich entweder aus Jürgen Becker: "Ja, was glauben Sie denn?" oder aus Günter Grünwald: "Glauben Sie ja nicht, wen Sie da vor sich haben".]